Einladung zur Ausstellung
Albert Hennig: Das gegenständliche und das abstrakte Werk - eine Gegenüberstellung
vom 25. Februar bis 20. März 1999
Hennigs Werk ist noch direkt in der Bauhaus-Idee verwurzelt.
Seine progressiven, im Jahre 1933 beschlagnahmten und
vernichteten Fotoserien, machten am Bauhaus Furore.
1932 entdeckte Hennig die Zeichnung als sein Medium. Die
Ausbildung, die Hennig 1932-33 am Bauhaus in Dessau und
Berlin, u.a. bei Josef Albers, Peterhans, Scheper,
Schmidt, Mies van der Rohe und Kandinsky genossen hat,
wurde ihm zum wichtigsten künstlerischen Nährboden.
Hennig: "Für mich war diese kurze Zeit am Bauhaus eine
der intensivsten in meinem Leben. Die Kartoffel war gelegt,
jetzt mußte sie keimen."
Thema unserer Gedächtnis-Ausstellung zu Ehren Albert Hennigs,
der im Sommer des letzten Jahres verstarb, ist die
Gegenüberstellung seines gegenständlichen und
abstrakten Werks.
Hennigs Stärke lag in seinem Gespür für die Farbe,
in der Verdichtung der Form und in der Reduktion auf das
Wesentliche, die sich auch auf die Wahl des Formats,
dem typisch kleinen "Hennig Format" niederschlägt.
Anläßlich des 50. Jahrestages der Eröffnung des
Bauhauses Dessau bekam Hennig im Jahre 1976 die Bauhaus-
Ehrenmedaille verliehen. 1991 erhielt Hennig den
Max-Pechstein-Preis, 1996 das Bundesverdienstkreuz.
Die anläßlich seines 90. Geburtstags veröffentlichte
Monographie Hennigs ist bei uns erhältlich.
|